Vorstellung, Motivation und Ziele

Weil empfiehlt Andrea Kötter
 

Am 20. Januar 2013 werden wir in Niedersachsen einen neuen Landtag wählen. Bereits seit frühester Jugend war ich an Wahlkämpfen beteiligt und habe den Ausgang von Wahlen mit Spannung verfolgt. Doch diesmal wird die Landtagswahl für mich ein ganz besonderes Ereignis sein, weil ich mich zum ersten Mal selbst um ein Mandat im niedersächsischen Landtag bewerbe.

Ich bin Andrea Kötter, 47 Jahre und ich lebe mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in Meppen. Meinen Beruf als Sparkassenkauffrau übe ich bei der Sparkasse Emsland aus. Mein politischer Werdegang begann 1997, als ich Mitglied der SPD im Ortsverein Meppen wurde. Seitdem habe ich nach und nach verschiedene Aufgaben in der Partei übernommen und bin seit 2001 Mitglied im Rat der Stadt Meppen, seit 2011 Kreistagsabgeordnete im Emsland.

Meine bisherige politische Arbeit führte mich zu der Erkenntnis, dass die kommunalen Aufgabenfelder zunehmend umfangreicher und anspruchsvoller werden und dass wir vor Herausforderungen stehen, die nicht allein auf kommunaler Ebene zu bewältigen sein werden.

Eine der ganz großen Aufgaben wird darin bestehen, dem demografischen Wandel mit geeigneten Konzepten zu begegnen. Die Auswirkungen dieses nicht mehr rückgängig zu machenden Wandels unserer Gesellschaft werden in allen Bereichen spürbar sein und es wäre geradezu fahrlässig, diesen Paradigmenwechsel nicht zu beachten. Politisches Handeln muss darauf ausgerichtet sein, erforderliche strukturelle Veränderungen zu entwickeln und zu fördern. Deshalb ist es richtig, den Finanzausgleich des Landes Niedersachsen unter dieser Prämisse neu auszurichten und den regional passenden Strukturwandel finanziell zu unterstützen.
Für das Emsland wird von besonderer Bedeutung sein, flächendeckend auch in den kleinen Gemeinden Schulen, medizinische Versorgung Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und Mobilität durch einen funktionierenden öffentlichen Personennahverkehr aufrecht zu erhalten.

Um die Bevölkerungszahlen auch zukünftig stabil zu halten, ist es zwingend erforderlich, den Menschen im Emsland durch sichere, fair bezahlte und unbefristete Arbeitsplätze eine Existenzgrundlage zu bieten. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte bietet gute Voraussetzungen dafür, aber Wirtschaftsförderung muss zum Ziel haben, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse und Leiharbeit nicht mehr die Regel, sondern die absolute Ausnahme sind.

Wichtige Wirtschaftsfaktoren sind im Emsland die Landwirtschaft und die Gewinnung erneuerbarer Energie. Beide Bereiche hängen in hohem Masse zusammen, doch deren Entwicklung führt in unseren Städten und Gemeinden zu immer größeren Konflikten. Ich stehe absolut für die Energiewende, doch die erfolgreiche Umsetzung kann nur mit deren Akzeptanz in der Bevölkerung gelingen. In unserer Region verstärkt aber die nur unzureichend steuerbare Ansiedlung von Biogasanlagen die durch die zahlreichen Tierhaltungsanlagen bestehenden Probleme.

Die Energiewende bedeutet nicht nur die Abkehr von fossilen Brennstoffen, sie dient auch Umwelt- und Klimaschutzzielen. Die Monokultur des Maisanbaus im Emsland ist mit diesen Zielen nicht vereinbar, die negativen Auswirkungen spüren wir in vielen Bereichen. Die Nitratbelastung von Böden und Grundwasser nimmt stetig zu, die Jägerschaft beklagt den Rückgang des Niederwilds und das Verschwinden von Tierarten. Auch für den Tourismus im Emsland, der für zahlreiche Familien inzwischen zur Erwerbsquelle geworden ist, zeichnen sich Beeinträchtigungen ab.

Wir brauchen dringend wirksame Möglichkeiten, um lokal den weiteren Bau von Mastställen und Biogasanlagen regulieren zu können.

Die vor uns liegenden Aufgaben sind vielfältig und komplex. Ich werde gerne dabei mitwirken, für das Emsland die passenden Lösungen zu entwickeln.